Start Karnataka Ein Wochenende in UK

Nein - natürlich ist nicht das Vereinigte Königreich gemeint, sondern Uttar Karnataka (also das nördliche Karnataka), dass von seinen Bewohnern oft etwas schelmisch UK genannt wird... Chandrika, eine Arbeitskollegin von mir, hatte mich zu ihrer Hochzeit eingeladen. Die Hochzeit sollte in Kumta - einer lebhaften Kleinstadt in UK - stattfinden. Von Mumbai aus flog ich nach Hubli, von da ging es mit dem Bus in knapp vier Stunden nach Kumta.

Neben der Hochzeitsfeier nutzte ich die Gelegenheit, mich in der Umgebung etwas umzusehen. Wenige Kilometer nördlich von Kumta liegt Gokarna.

Gokarna

Gokarna (Kuhohr) ist ein bedeutender Pilgerort, hat deneben noch recht unberührte Strände.

Im Zentrum waren auch einige Brahmanenpriester zu sehen. Gokarna machte während meines Besuches seinem Namen alle Ehre: ob in der Stadt, beim Tempelbesuch oder am Strand - eine Kuh war immer dabei.

Der schönste Strand von Gokarna gilt der Om Beach etwas südlich des Ortes (per Taxi erreichbar). Die heilige Silbe Om steht für Shiva, Vishnu und Brahma und wird oft auch als Symbol für den Hinduismus als solchen gesehen.

Von oben erkennt man, dass der Strandverlauf des Om Zeichens in der Devanagarischrift (rechts im Vergleich) zumindest etwas ähnelt.

Die heilige Kuh dazu unmittelbar am Hang schien schwindelfrei zu sein.

 

Murudeshwar

Gut 50 km südlich von Kumta liegt Murudeshwar, ein weiteres Pilgerzentrum. Murudeshwar liegt direkt am Meer. An diesem Ort wurde schon seit langem Lord Shiva verehrt. In jüngster Zeit hat man den Shivatempel neu angelegt. Der Tempel ist jetzt 18 stöckig (ohne finale Deckplatte) angelegt - auf jeden Fall der höchste Tempelturm, den ich in Indien gesehen habe.

Neben dem Tempel steht eine gut 40 m hohe Statue von Lord Shiva. Shiva trägt in der rechten Hand den Dreizack, um den Hals ringelt sich eine Schlange. An den beiden Attributen ist Shiva leicht zu identifizieren.

Neben Statue und Tempel erstreckt sich ein breiter Sandstrand.

Westliche Touristen habe ich hier keine getroffen. In vielen Reiseführern ist Murudeshwar gar nicht aufgeführt.

Die Strände teilen sich daher noch Fischer und einheimische Pilger.

Jog Falls

Eigentlich hatte ich vor, noch zu den Jog-Fällen zu fahren. Allerdings sind die Regenfälle im Mai kurz vor Ende der Trockenzeit nur noch Rinnsale. Ich entschied daher, mir die etwas umständliche Anreise zu ersparen.