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Varanasi - die heilige Stadt am Ganges

Varanasi (früher Benares) ist für die Hindus einer der heiligsten Städte Indiens. Die Pilger kommen hierher, um sich im Ganges von ihren Sünden reinzuwaschen. Wer hier stirbt, findet sofort Erlösung. Varanasi ist daher stark von den Pilgern geprägt. Die Stadt selbst ist selbst für indische Verhältnisse chaotisch. Trotz der vielen Besucher, die nach Agra kommen: insgesamt gehört der Bundesstaat Uttar Pradesh zu den ärmeren in Indien. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Bad im Ganges von fast allen Sünden reinwäscht - ein Freibrief quasi für alle Kriminelle. Delikte wie Taschendiebstahl o.ä. sollen daher häufiger sein wie anderswo.

Wir kamen nach Varanasi, um an der Hochzeit meines Mitarbeiters aus Mumbai teilzunehmen. Die Familie seiner Braut stammt aus Varanasi und die Hochzeitsfeier sollte hier stattfinden. Zunächst machten wir nochmal eine Stadtbesichtigung. Ich kannte Varanasi schon von einer früheren Reise, aber Birgit noch nicht.

Varanasi liegt am Ganges. Tagsüber ist am Fluss nicht viel los, man sieht höchstens einige Wäscher bei ihrer Arbeit.

Die Ghats sind ansonsten fast menschenleer.

Im Zentrum von Varanasi kommt man am schnellsten mit einer Fahrradriskha voran.

Am interessantesten ist Varanasi frühmorgens am Ganges. Bei Sonnenaufgang strömen die Pilger und die Touristen daher zum Fluss. Die einen nehmen ein rituelles Bad und waschen sich ausgiebig im Fluss, die anderen nehmen ein Boot und schauen dem Treiben zu. Wir hatten schon am Vorabend uns an den Ghats umgeschaut und bei einem Bootsführer, den wir sympatisch fanden, einen Kahn reserviert.

Vom Boot aus kann man das ganze am besten beobachten.

Auf einer Länge von mehreren Kilometer reiht sich ein Ghat an das nächste.

Vom Ganges aus sieht Varanasi am schönsten aus. Viele Paläste wurden im Laufe der Jahrhunderte am Ufer errichtet.

An mehreren Ghats brennen Tag und Nacht Feuer. Dort werden die Verstorbenen verbrannt. In der Nähe der Scheiterhaufen ist das Photographieren streng verboten. Uns wurde eine Spezialführung durch die Verbrennungsstätte angeboten. Wir haben dankend abgelehnt - als Tourist muss man nicht alles gesehen haben.