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Ajmer
Ajmer ist der wichtigste muslimische Wallfahrsort in Indien. Hier ist der Sufi Chishti begraben (1139-1236 n.Chr.), der eine entscheidende Figur bei der Ausbreitung des Islams im heutigen Indien war. Der Grabbezirk (Dargah) ist eine Pilgerstätte für alle indischen Muslime. Bilal, mein indischer Fahrer in Mumbai, pilgert jedes Jahr nach Ajmer. Das ist die einzige Reise, die er sich gönnt - eine Tour nach Mekka ist für die meisten indischen Moslems nicht drin. Unser Fahrer für diese Rajasthan Tour stammte ebenfalls aus Ajmer. Den Grabbezirk kann man als Tourist besichtigen. Wir nahmen für die Besichtigung von Ajmer von unserem Hotel einen lokalen Führer mit. Der konnte zwar kein Englisch, führte uns aber durch alle wichtigen Ecken und hielt uns alle anderen echten und selbsternannten Guides vom Leibe. Zunächst mal ging es durch die Fussgängerzone zum Dargah.

Hier ist der Eingang zum Dargah. Die Besichtigung des Dargah ist wohl weltwelt die einzige Möglichkeit, eine derart wichtige muslimische Pilgerstätte als Nicht-Moslem zu besuchen. Dezente Kleidung wird natürlich erwartet (Schuhe am Eingang ausziehen, ausserdem erhält man eine Kopfbedeckung). Wenn man dann einen lokalen Guide hat, ist die Besichtigung (auch das Photographieren) überhaupt kein Problem, und man kann sich in Ruhe umsehen.

Innendrin gibt es zahlreiche Gebäude, Moscheen, Innenhöfe, wo sich die Gläubigen sammeln, beten, meditieren.

Immer wieder bringen Bedienstete für die Gläubigen frische Blüten an, die dann am Grab Shishtis niedergelegt werden

Zunächst waschen sich die Pilger vor Besuch der Moscheen und des Grabes.

Hier geht es zum Allerheiligsten.

Der Sarkophag befindet sich in einem weissen Marmorschrein. Hier herrschte eine drangvoll Enge und es bildeten sich lange Schlangen.

Es gibt mehrere Innenhöfe, die mit Tüchern vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind.

Ganze Clans kommen gemeinsam nach Ajmer.  Die Mehrheit der Frauen sind hier unverschleiert, nur wenige tragen die schwarze Burka mit einem Gesichtsschleier.

 

Hier steht ein grosser Kessel, wo Spendengelder hinterlassen werden können. Das Spenden von Almosen wird sehr ernst genommen.

Ausserhalb des Dargah gibt es in Ajmer noch die 2.5 Tage Moschee (im 12. Jahrhundert zerstört und angeblich in 2.5 Tagen wieder aufgebaut) zu besichtigen. Es ist sicherlich einer der schönsten frühislamischen Moscheen in Indien.

Sehr schön sind die kalligraphischen Bänder mit Inschriften aus dem Koran.

Pushkar
Keine 20 km von Ajmer entfernt liegt der hinduistische Wallfahrtsort Pushkar. Es geht die Legende, dass der Schöpfergott Brahma hier eine Lotusblüte fallengelassen hat. An der Stelle entstand ein kleiner See. Um diesen See herum gruppieren sich zahlreiche zahlreiche Tempel mit ihren Ghats. Wie in Varanasi sammeln sich die Pilger hier und vollziehen ihre rituellen Waschungen. Ein Bad im See reinigt von allen Sünden. An den Ghats selbst ist das Photographieren unerwünscht.


In Pushkar gibt es daher auch einen Brahma Tempel. Es gibt nur wenige Tempel in Indien, die dem Schöpfergott Brahma selbst gewidmet sind.

Eimal jährlich im November ist in Pushkar  ein grosser Kamelmarkt. Dazu gehörte ein grosser Jahrmarkt. Die jungen Mädchen (die rechte schon mit Tochter) wollten unbedingt photographiert werden - ohne Geld zu verlangen. Das ist mittlerweile eher die Ausnahme.

Die Stars des Kamelmarktes....

Abends trifft man sich dann wieder am See an den Ghats und geniesst die Dämmerung.

Von Pushkar ging es dann weiter Richtung Bikaner. 30 km südlich von Bikaner liegt Deshnoke. Der Ort ist durch seinen Karni Mata Tempel (auch Rattentempel genannt) bekannt.