Start Karnataka Von Bangalore nach Mangalore

Praktische Hinweise: Die Tour von Bangalore nach Mangalore habe ich an einem langen Wochenende gemacht (4 Tage). Von Mumbai ging es mit Jet Air nach Bangalore. Von dort ging es in 3.5 Stunden mit dem Bus ins 180 km entfernte Mysore. In Mysore war ich am Sonntag. Der Palast von Mysore wird nämlich nur am Sonntagabend beleuchtet. Die Atmosphäre und den Anblick des von Tausenden Glühbirnen erleuchteten Palastes ist schon die Reise wert gewesen. Von Mysore aus habe ich ein Auto mit Fahrer gemietet nach Hassan, unterwegs haben wir einen Stop in Srivana Belgola eingelegt. Von Hassan aus kann man den einen schönen Tagesausflug zu den Tempelanlagen von Halebid und Bellur machen. Von Hassan nach Mangalore sind es dann noch gut 200 km (4 h) mit dem Bus. Von Mangalore ging es mit Jet Air zurück nach Mumbai.

Mysore
Der Palast von Mysore, der Sitz des Maharajas wurde erst Anfang des 20. Jh. gebaut.

Man kann ihn besichtigen, fotographieren ist aber nur ausserhalb des Gebäudes möglich. Von der Innenausstattung ist es nett, aber kein Vergleich zu den Palästen in Rajasthan. Von nahem erkennt man die vielen Glühbirnen an der Fassadenfront


Einmal in der Woche am Sonntagabend und während Dussehra sorgen diese Birnen dann für eine Atmosphäre wie bei Aladin aus 1001-Nacht.

Auch das Eingangstor zum Palast wird beleuchtet.

Mysore ist für seine Sandelholzartikel bekannt. Hier werden die Elefanten hergestellt, die man in ganz Indien in den Souvenirshops sieht. Die einfachen Exemplare sind preiswert, für die etwas hochwertigeren werden Preise von 100 Euro und mehr berechnet.

Bekannt ist Mysore auch durch seine Parfüme und Riechstoffe. Während die klassischen indischen Parfümkompositionen auf Ölbasis für Europäer ungewohnt sind, lohnen sich einige spezielle Anschaffungen. Bei dem Herren unten habe ich verschiedene Riechstoffe gegen Moskitos gekauft. Sie rochen sehr angenehm und waren auch recht wirksam.

Auf den Chamundi Hill, den Hausberg von Mysore, sollte man als Pilger die Treppenstufen nehmen. Ich habe eine Autoriksha vorgezogen. Die Strecke zieht sich, der Berg ist 1060 m hoch. Oben steht ein Tempel, den ich ausgelassen habe. Interessanter fand ich das Godly Museum. Der Eintritt ist kostenlos und es wird anschaulich gezeigt, welche Folgen ein lasterhaftes Leben haben können.



Zurück kann man zu Fuss laufen.

Etwas weiter unten  man an einem 5 m hohen Nandi, Shivas Reittier vorbei.

Der Nandi ist einer der grössten Indiens. Am Fusse des Hügels kann man Autoriksha in die Stadt zurücknehmen.


Srivana Belgola
Der Hügel ist eines der wichtigsten Pilgerziele der Jains in Indien. Auf den Hügel führt ein Fussweg mit gut 600 Stufen, der in den Fels geschlagen ist.

Die Jains nehmen keinen Eintritt, aber man darf nur barfuss hochlaufen. Da der dunkle Fels tagsüber sehr warm wird, sollte man Socken dabei haben, um sich nicht die Füsse zu verbrennen. Gebrechliche Personen können sich auch hochtragen lassen. Oben steht die Gomateshvara Statue - mit 17.5 m angeblich ist die höchste monolithische Statue der Welt.

Gomateshwara ist einer der jainistischen Lehrer. Er meditierte solange im Wald, bis Reben an ihm emporwuchsen und und er Erleuchtung fand. In den zahlreichen Jaintempeln oben sieht man viele Gläubige mit Mundschutz.

An der Statue steht ein Gerüst, so dass die Priester ihn von oben pflegen können. Als ich da war, wurde er gerade mit Milch und anderen Flüssigkeiten übergossen.

Zu seinen Füssen wird gebeten und geopfert.


Die Tempel von Halebid und Belur
DieTempel von Halebid und Belur stammen aus der Hoysala-Epoche. Die Hoysalas waren ein Volkstamm, das im 11. Jahrhundert ein bedeutendes Königreich im südlichen Indien begründete. Unter der Herrschaft von Vishnuvardhana begann man mit dem Bau der Tempel.

Die Tempel sind berühmt wegen ihrer Skulpturen. Charakteristisch für die Tempel von Belur sind die flachen Dächer ohne Tempeltürme.